Ein Schicksal...
Pascal Paoli Napol�on Bonaparte
Vom bescheidensten Dorf �ber den stolzesten genuesischen Turm bis hin
zum abgeschiedensten Kloster: alles auf Korsika erinnert an diese M�nner oder tr�gt ihr
Zeichen. Die Hauptdarsteller ihrer Geschichte, symbolische oder heldenhafte Figuren, denen
man ein treues Andenken bewahrt.
Giudice de Cinarca | Sampiero
Corso | Pascal Paoli | Napol�on Bonaparte
Historische Veranstaltungen
Die ersten Napoleon-Tage von Ajaccio [ 97' Edition]![]()
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Er entstammte einer �rtlichen Gutsherrenfamilie aus Cinarca, die im S�den
beinahe die H�lfte der Insel beherrschte. Sinucello ging als junger Mann zur Armee der
Republik Pisa und erhielt mit 24 Jahren den Titel des "Giudice" (Richter, oder
oberster Magistrat) und den Auftrag den Rest der Insel zu unterwerfen.
Als erbitterter Gegner des anderen Lagers machte Giudice schnell Fortschritte bei der
Eroberung der Insel.
Trotzdem wechselte er 1258 auf die Seite Genuas
und schwor ihr die Treue. Nur um sich 1280 wegen einer Meinungsverschiedenheit wieder zum
Vasallen Pisas zu erkl�ren.
Dann, nachdem er 1289 die �berlegenheit Genuas �ber Pisa erkannte, wendete er sich 1290
wieder gegen sie.
Er wurde schnell zum Herrscher des Landes und wollte friedlich und gerecht regieren, denn er war sich der durch unaufh�rliche K�mpfe ausgelaugten Bev�lkerung bewu�t. Ein gro�er Erfolg, wohingegen sein Wankelmut, seine Siege und seine starke Pers�nlichkeit ihn f�r seine Widersacher zu einer Person machten, die man loswerden mu�te.
Dann fiel dieser Lehnsherr, der zahlreiche Allianzen mit den verfeindeten Republiken
einging, zur Freude seiner Neider, schlie�lich Pisa und Genua zum Opfer.
Pisa ergab sich viel zu schnell, als da� die Festlegung seiner Verbannung in einer der
Klauseln des Friedensvertrages zwischen Genua und Pisa 1299 gerechtfertigt gewesen w�re -
dies hatte er wohl seiner gef�rchteten kriegerischen Energie zu verdanken. Durch den
Verrat einer seiner S�hne wurde Giudice de Cinarca von den Genuesen am Strand von Propriano gefangengenommen und nach
Genua verschleppt, wo er eingesperrt und 1306 laut Mith�ftlingen verstarb.
Wie viele historische Figuren ist Giudice de Cinarca mittlerweile zu einer Legende geworden, in der jeder seine Sensibilit�t, seinen heldenhaften Patriotismus oder verr�ckte Ambition finden wird.
Er war ein gelehrter Mann der mit einem Mut k�mpfte, der seinen S�ldner beeindruckte. Giovanni erkannte in dem jungen Korsen einen Ebenb�rtigen und behandelte ihn als solchen.
Giovanni de Medeci stellte sich 1522 in den Dienst Frankreichs und nahm Sampiero mit sich.[...] Sampiero k�mpfte an den Ufern des Bayard und bedeckte sich mit Ruhm, so da� er den Titel eines Oberst der korsischen Infanterie im Dienste Frankreichs erhielt. Er kehrte zu seiner Insel zur�ck um Vanina d'Ornano, die Erbin einer der ber�hmtesten Familien Korsikas, zu ehelichen. Er war f�nfzig Jahre alt und seine Frau ganze f�nfunddrei�ig Jahre j�nger.
Die Genuesen konnten den Prestige des alten Soldaten
kaum ertragen und warfen ihn ins Gef�ngnis. Dank der Intervention des franz�sischen
K�nigs Henri dem II. kam Sampiero wieder frei. Er kehrte Heim und mu�te mit ansehen wie
sein Haus, das er in Bastelica gebaut hatte, abgerissen wurde. Dies war eine fatale
Beleidigung.
Sp�ter, als Pasquale Paoli seine Gesetzgebung erlie�, ordnete er
an, die H�user derjenigen abzurei�en, die an der Vendetta beteiligt waren.
Denn wer sein Haus verliert, verliert seine Wurzeln.
Sampiero verschwor sich gegen Genua - eine Feindschaft mit loderndem Herzen. Um gegen
die Republik von Ligurien zu k�mpfen, verb�ndete er sich mit seinem alten Gegner
Charles Quint.
Im Dienste der franz�sisch-t�rkischen Allianz beteiligte er sich an der Landung von
Bastia. Die T�rken gaben Korsika 1553 auf und Sampiero blieb alleine gegen die Genuesen,
angef�hrt von Andrea Doria.
Der letztgenannte stellte eine Armee von 12.000 Mann auf.
Am 18. September 1554, hackten die Korsen unter Sampiero sie am Pa� von Tenda in St�cke.
Am 15. September 1557 wurde Korsika in Viscuvatu [Vescovato] ins franz�sische K�nigreich
aufgenommen.
Die gro�en M�chte haben oft Beweggr�nde, die die Interessen der kleinen Nationen
ignorieren.
Zwei Jahre sp�ter wurde Korsika durch den Vertrag von Cateau-Cambresis an Genua
zur�ckgegeben. [...]
Vom franz�sischen K�nig zum Ehrenbotschafter in der T�rkei ernannt, verlie�
Sampiero Corso seine Frau und seine Kinder in seinem Haus in Marseilles. Die junge Frau
war sehr unzufriedenen und lie� sich vom Privatlehrer ihrer Kinder, dem Priester
Michel-Ange Ombrone - einem genuesischen Spion - manipulieren.
Vanina verkaufte Sampieros G�ter und segelte zur Hauptstadt von Ligurien. Ihr Ehemann
wu�te davon und lie� das Schiff abfangen.
Dann verurteilte er seine Frau und verh�ngte die Todesstrafe.
Sie akzeptierte das Urteil, aber sie flehte ihn an, sie mit seinen eigenen H�nden zu
erw�rgen, anstatt sie dem Strang des Henkers zu �berlassen. Sampiero tat ihr diesen
Gefallen.
Dieser Mord war ein gro�er Skandal, da die Verstorbene aus einer adligen Familie stammte. Die K�nigin von Frankreich lie� verk�nden, da� sie diesen "M�rder" nicht empfangen w�rde.
Dieser Vorfall inspirierte Shakespeare, der Sampiero in den Charakter von Othello transformierte.
Der alte L�we gab seinen Kampf f�r die Unabh�ngigkeit Korsikas nicht auf. 1564
landete er mit f�nfundzwanzig gasconischen S�ldnern im Golf von Valincu. Er setzte
seinen Fu� auf das heilige Land und sprach diese Worte:
� Ich komme nicht wegen pers�nlicher Interessen hierher, sondern um mein armes
Vaterland zu befreien.�
Die Korsen behielten den Schmerz des franz�sischen Verrats gut in Erinnerung und
schlossen sich dem alten Oberst nicht gerne an. Trotzdem gelang es ihm mit 200 erfahrenen
M�nnern die Genuesen zu besiegen.
Jetzt schickten ihm die korsischen D�rfer Verst�rkung. Die Revolution verbreitete sich
wie ein Lauffeuer von den Bergen bis zu den Ebenen �ber das Land. Nur das Kap widersetzte
sich der Flut der Unabh�ngigkeitsbewebung, die die Insel �berschwemmte.
Die Familie Ornano setzte ein Kopfgeld von zweitausend Dukaten auf den Oberst aus,
w�hrend Genua viertausend Dukaten bot. In Livia schwor ihm die korsische
Nationalversammlung die Treue.Sampiero war muntere 69 Jahre alt und f�hrte den Kampf an.
Der Krieg w�tete auf der Insel und die Massaker wurden mit Grausamkeit beantwortet. Die
Genuesen entschieden, die Br�der Ornano zu benutzen, um den alten L�wen zu t�ten.
Nicht weit von Prunelli erstreckt sich die Ebene bis zum Meer. In der Ferne zeichnet
sich der Golf von Ajacciu ab.
Hier fiel Sampiero Corso, der Held der Geschichte der Insel, am 17. Januar 1567.
Hyacinthe ging 1739 ins neapolitanische Exil und nahm seinen Sohn Pascal mit sich, der dort eine fundierte Ausbildung und intellektuelles Training geno�. Er wurde anscheinend sowohl mit den Quellen der klassischen Kultur vertraut gemacht, als auch in modernen Theorien - besonderes denen der franz�sischen Philosophen - unterrichtet. Als ehrbarer kultivierter Mann beherrschte er die englische und franz�sische Sprache flie�end in Wort und Schrift. Er interessierte sich f�r fremde Lehren und entwickelte eine Vorliebe f�r die Politik wobei er mal h�chst interessiert und manchmal v�llig desinteressiert war.
Diese Entwicklung und seine Verbundenheit zu Korsika, die er im Alter von 14 Jahren verlie�, machten ihn, obwohl er ein normaler Soldat in Italien war, sehr empf�nglich f�r die Geschehnisse auf der Insel �ber die er von seinem Bruder Clement und einigen Freunden informiert wurde.
Nach der Ermordung von General Gaffori genannt Oberhaupt der Korsen kontrollierte seine Revolutionsregierung einen Gro�teil der Insel. Die Freunde Paolis und sein Bruder dr�ngten ihn auf die Insel zur�ckzukehren und f�r das oberste Amt zu kandidieren.
Mit 30 Jahren zweifellos reif genug f�r eine solche Entscheidung, landete der junge Offizier im April 1755 in seinem Heimatland. Dort setzte er sich am 13. Juli 1755 gegen seinen Mitbewerber Marius Matra durch und wurde zum obersten General (Capu Generale) gew�hlt. Dieses Amt wurde ihm durch den Konsul von Saint Antoine de la Casabianca �bergeben, der ihn damit beauftragte, einen entscheidenden Krieg gegen Genua zu f�hren.
Er regierte Korsika 14 Jahre lang.
Um sich selbst nicht nur durch die Wahl, die nicht einstimmig war, best�tigen zu lassen und weil es seinen Idealen entsprach, engagierte sich Pascal Paoli f�r eine bessere moralische und politische Einheit der Nation. Er wollte es besser machen als seine Vorg�nger.
Nachdem er einen durch Matra angef�hrten Aufstand und an einigen Orten der Insel starke Widerst�nde, die aus Freundschaften mit den Genuesen, den Franzosen oder einfach aus Feindseligkeit einem Mann aus dem Ausland gegen�ber entstanden waren, niedergeschlagen hatte gelang es Pascal Paoli schlie�lich die F�hrung seines Landes zu �bernehmen. Er war ein leidenschaftlicher Vertreter einer Demokratie, deren Bedeutung nicht auf Anhieb von allen verstanden wurde.
Er gr�ndete eine Hauptstadt in Corte und lie� dort ein Grundgesetz verfassen, in dem die Souver�nit�t der korsischen Nation und die Gewaltenteilung verankert wurden. Weiterhin lie� er M�nzen pr�gen, gab der Gesetzgebung ordentliche Gerichte, stellte eine Armee auf und arbeitete hart daran, dem Land eine eigene kleine Flotte zu geben.
Was die Wirtschaft anbetrifft, f�rderte er die Entwicklung des Ackerbaus, lie� S�mpfe trockenlegen und stimulierte den Handel. Aber die Blockade der K�stenorte, von denen er die Genuesen nicht vertreiben konnte, verhinderte die Entwicklung eines Au�enhandels. Um diesen zu erm�glichen und um eine Gegengewicht zur Macht Calvi, einer befestigten genuesischen Stadt, zu erschaffen, gr�ndete er Ile Rousse.
Darin bestrebt, der korsischen Nation dabei zu helfen sich zu behaupten, gr�ndete er Grundschulen und die Universit�t in Corte.
Dennoch baten die Genuesen, die im Jahre 1764 zwar noch immer pr�sent waren, aber keine Ressourcen f�r ihre Hauptst�dte an der K�ste mehr hatten und einem Pascal Paoli gegen�berstanden, der nicht bereit war mit ihnen zu verhandeln, Frankreich um Hilfe. Die Franzosen versuchten mit dem Babbu (Vater) der jungen Nation zu verhandeln, aber sie bekamen von ihm nur die Best�tigung seines Unabh�ngigkeitswillens und seine Bereitschaft, sich im schlimmsten Falle, angesichts der Notwendigkeit einer Au�enpolitik, mit einem Protektorat einverstanden zu erkl�ren.
Die Verhandlungen zwischen der Republik von Genua und dem Frankreich von Louis dem XV. f�hrten am 15 Mai 1768 zum Vertrag von Versailles.
Weil es wie ein Schuldpfand verschenkt oder verkauft werden sollte, f�hlte sich die junge korsische Nation wie ein Objekt behandelt und rief w�hrend der Beratung vom 22. Mai 1768 zum bewaffneten Widerstand auf.
Pascal Paoli bek�mpfte seinen neuen Gegner, einen der m�chtigsten Herrscher Europas, ein Jahr lang und wurde w�hrend der Schlacht von Ponte Nuovo am 8. Mai 1769 geschlagen.
Nach einigen Versuchen des Widerstands mu�te Paoli ins Exil gehen und ging am 13. Juni an Bord eines englischen Schiffes.
Mit Einladung des K�nigs wurde er in England mit allen Ehren empfangen, da er als wahrer Staatsmann galt und aus einem Holz geschnitzt war, aus dem Helden gemacht wurden.
Die von Pascal Paoli angef�hrte Revolution wurde, angesichts des Verh�ltnisses der m�chtigen Genuesen zu der kleinen, unbekannten Insel Korsika, als von Anfang an zum Scheitern verurteilt angesehen und erregte seit einigen Jahren die Meinung der �ffentlichkeit sowie der europ�ischen Intellektuellen. Es entstand ein richtiger Paolischer Mythos, (mit der griechischen Bedeutung des Wortes).
Au�er Jean-Jacques Rousseau, James Boswell oder Voltaire, trugen in Europa, B�cher, Zeitungen, private Korrespondenten, lobreiche Essays, Diplomaten, Gesch�ftsleute und Historiker zu seinem Ruhm bei. Menschen die ihre Bewunderung und Hochachtung f�r einen Menschen zum Ausdruck brachten, den der gro�e Frederic wie folgt bezeichnete:
gro�herziger Besch�tzer und Verteidiger seines Vaterlandes, ein gro�er Mann dessen �ffentliches Ansehen und Verehrung ihn bereits unsterblich machen.
Als die Bastille f�r immer in die Geschichte einging, sah Pascal Paoli die Zeit seines Londoner Exils nach 21 Jahren durch die Amnestie f�r den ausgeb�rgerten Korsen, die 1789 von Mirabeau vorgeschlagen wurde, zu Ende gehen.
In Paris wurde er im April 1790 von Louis dem XVI. empfangen, von Robespierre gelobt und vom Volk freudig begr��t. Dann landete er auf Korsika, das zum franz�sischen Departement wurde und wie die anderen Provinzen von den zunehmenden Unruhen zwischen den Bef�rwortern und Gegnern der Revolution gepr�gt war.
Pascal Paoli wurde zum obersten Befehlshaber der Nationalgarde und Pr�sidenten der
Departementverwaltung ernannt.
Aber nach einer so langen Zeit im Exil, weit entfernt von den Geschehnissen auf der Insel
in einer Zeit von st�ndigen Ver�nderungen, war Pascal Paoli nicht mehr der Herr der
Insel.
Als die Unruhen immer st�rker wurden, hielt er es, mit Unterst�tzung des Grafen Pozzo
di Borgo, f�r weise, Korsika in Sicherheit zu bringen und eine Zweitregierung
einzurichten um die Insel von Frankreich zu trennen und den Schutz eines anderen Staates
zu erhalten, vorzugsweise einen mit gro�er Seemacht und liberaleren Institutionen als die
franz�sischen: ein Protektoratssystem.
Im Jahre 1792, distanziert er sich von den korsischen Bef�rwortern der Revolution und wird von Lucien Bonaparte als Revolutionsgegner vor die Volksversammlung gestellt und seines Amtes enthoben.
Von seinen Anh�ngern 1793 zum Generalissimo erkl�rt, gelang es ihm die Kontrolle �ber den gr��ten Teil der Insel zu gewinnen. Danach schrieb er einen Anklagebrief gegen die Volksversammlung, der ihn zum erkl�rten Verr�ter der Republik und damit zum Vogelfreien machte.
Als sich die franz�sischen und Paolis Truppen gegen�berstanden, bat der Vater der korsischen Nation England um Unterst�tzung, das mit dem Geschwader von Nelson, den Widerstand in Bastia, Saint-Florent und Calvi brach.
Am 15. Juni 1794 wurde ein englisch-korsisches K�nigreich gegr�ndet an dessen Spitze nicht wie von ihm erwartet Pascal Paoli, sondern der englische Vizek�nig Sir Gilbert Elliot stand.
Diese Union hielt nur zwei Jahre. In der Castagniccia tauchten Probleme auf, die so stark wurden, da� Pascal Paoli auf Bitten Elliots nach London zur�ckgerufen wurde.
So machte sich Pascal Paoli im Oktober 1795 wieder auf den Weg ins Exil.
Seine Insel, um deren Freiheit zu k�mpfen er nie m�de wurde, wurde im Oktober 1796 reibungslos von den franz�sischen Truppen zur�ckerobert.
Nachdem er 47 Jahre im Exil gelebt hatte, starb Paoli am 5. Februar 1807 in London und wurde auf dem Friedhof von St-Pancrace beerdigt.
Die Asche seiner au�ergew�hnlichen Pers�nlichkeit, die so viele M�nner durch ihren aufkl�renden Geist gewinnen konnte und den jungen Napoleon Bonaparte so beeindruckte, ruht seit 1889 in Morosaglia.
Sein Vater, der 1768 an der Seite Pascal Paolis k�mpfte und sich wahrscheinlich der Unumg�nglichkeit einer Vereinigung Korsikas mit Frankreich bewu�t war, schlo� sich schon sehr bald den Franzosen an und geno� zahlreiche Vorz�ge. So erhielt er beispielsweise ein Stipendium f�r seine S�hne, das es dem Jungen Napoleon erm�glichte in der Milit�rakademie von Brienne aufgenommen zu werden.
Mit neun Jahren verlie� er Ajaccio, Napoleon war bereits ein unabh�ngiges Kind mit einem starken Willen. Er erkannte sp�ter:
" Ich f�rchtete Niemanden, ich schlug den einen, ich zerkratzte den anderen. Ich stellte mich als f�r jeden respektgebietend dar.".
W�hrend seines Studiums in Brienne entwickelte er nicht nur eine einfache "Liebe f�rs Vaterland", sondern einen richtigen Patriotismus. Er war ein enthusiastischer Anh�nger General Paolis: des Mannes, seiner Ideale und seiner Taten.
1784 wechselte er zur Milit�rakademie von Paris, die er als Artillerieleutnant verlie�. Im Alter von 16 Jahren, strebte er danach, auf die Insel zur�ckzukehren, eine politische und milit�rische Karriere zu machen und tr�umte davon eines Tages an oberster Stelle zu stehen.
Als 1789 die Revolution ausbrach, sah Napoleon sich in seinen Vorstellungen best�tigt. Er nahm an den politischen Machtk�mpfen teil, die Korsika spalteten und sein Streben, obwohl er erst 20 Jahre alt war, beunruhigte Pascal Paoli, zu dessen Gegner er bald wurde.
1792 war er gezwungen Ajaccio zu verlassen, als es ihm bei einem blutigen Aufruhr, der zu einem B�rgerkrieg ausartete, nicht gelang die Zitadelle zu erobern.
Im darauffolgenden Jahr mu�te seine konventionstreue Familie in ihr Landhaus bei Milelli fliehen, bevor sie sich Napoleon anschlo�. Die Familie war zur Zielscheibe der Bev�lkerung geworden, die einen Groll gegen Lucien (Napoleons Bruder) hegte, weil dieser so b�sartig gegen Paoli vorging. Napoleon versuchte erneut die Stadt, diesmal mit Hilfe einer Flotte der Republik, vom Turm des Capitello aus zu erobern - und scheiterte.
Diese Niederlage kennzeichnete die Abreise Napoleon Bonapartes nach Toulon und dann
weiter zu einem anderen Ziel. Sein Verhalten erinnert an eine Einsch�tzung, die von einem
seiner Lehrer an der Akademie von Brienne gemacht wurde:
"Als Korse von Geburt und Charakter, wird er sehr weit kommen, wenn die Umst�nde f�r ihn g�nstig sind." .
Dieser junge Mann, der bereits eine Art von Genie in sich barg, verlie� seine Insel, aber sie blieb ohne Zweifel f�r immer der Geburtsort seiner Familie und Ort seiner Zuneigung.
Im selben Jahr,1793, wurde er zum Leiter der Artillerie ernannt und es gelang ihm, Toulon f�r die Royalisten zur�ckzuerobern, wobei er sich mit Ruhm bedeckte.
Nachdem er durch die politische Krise (vor allem durch den Fall Robespierres)
Frankreichs einige R�ckschl�ge erlitten hatte, gewann Napoleon 1796, kurz vor seiner
Hochzeit mit Josephine de Beauharnais, wieder Selbstvertrauen, da er als Kommandeur
der Truppen beim Italienfeldzug seine F�higkeiten eines milit�rischen Strategen mit
denen eines richtigen Staatsoberhauptes verbinden konnte.
Als er die Piemonteser und �sterreicher geschlagen und ihnen den Frieden auferlegt hatte
(Campo Formio 1797), schuf er, was sp�ter zum K�nigreich von Italien wurde. Nach seinem
�gyptenfeldzug, von dem er im Oktober 1799 zur�ckkehrte, baten ihn die Gem��igten, sie
vom Direktorium zu befreien.
Aber Napoleon Bonaparte war mit seinen Bem�hungen am Ende des Jahres 1799 nicht nur ein einfaches Instrument der Bourgeoisie: nach den Staatsstreichen vom 9. und 10. November ernannte er sich selbst zum Ersten Konsul der Republik und wurde zum Herrscher des Landes indem er die Verfassung du l`An VIII einf�hrte, die ihm die exekutive und gesetzgebende Macht zusicherte.
Als Oberhaupt des Staates und der Armee, gelang es dem mit einer besonderen Arbeitsf�higkeit, Intelligenz und kreativer Vorstellungskraft ausgestattetem Napoleon in Rekordzeit die Verwaltung und Gesetzgebung zu reformieren.
Wiederum erfolgreich gegen die �sterreichische Koalition, zwang er den Engl�ndern den Frieden auf und unterzeichnete 1801 das Konkordat mit Pius dem VII., das die Kirche in Frankreich unter staatliche Macht stellte. Napoleon sah seine Macht von Tag zu Tag wachsen und hatte immer gr��ere Schwierigkeiten die Opposition zu ertragen.
Als ein Komplott der Royalisten entdeckt wurde, erkl�rte er sich 1804 unter dem Namen Napoleon der 1. zum Kaiser Frankreichs und 1805 zum K�nig von Italien.
Dann wurde eine richtige "Monarchie" mit einem Hof und einem kaiserlichen Hochadel um ihn herum aufgebaut, w�hrend das etablierte System unter seinem Einflu� reformiert und modernisiert wurde: Bildung, St�dteplanung, Wirtschaft, K�nste, und der napoleonische Kodex gaben der aus der Revolution geborenen Gesellschaft eine gesetzliche Basis...
Doch der Kaiser wurde schnell wieder vom Krieg in Beschlag genommen. Er unterlag England (Trafalgar 1805) aber gewann eine Reihe von Feldz�gen gegen die �sterreicher-Russen (Austerlitz 1805), die Preu�en (Jena 1806) und errichtete das gro�e Kaiserreich nach dem Vertrag von Tilsit im Jahre1807.
Als Antwort auf die englische Seeblockade, errichtete Napoleon zwischen 1806 und 1808 das kontinentale System um die Briten zu isolieren. Diese Blockade belebte tats�chlich die franz�sische Industrie und Landwirtschaft, behinderte jedoch die europ�ische Wirtschaft und zwang den Kaiser eine Expansionspolitik zu f�hren. Diese reichte von den p�pstlichen L�ndern, �ber Portugal und Spanien bis zur Herrschaft �ber eine neue �sterreichische Koalition (Wagram 1809) und ersch�pfte seine Armeen v�llig.
1810, darum bem�ht, sich einen Nachfahren zu sichern, heiratete Napoleon Marie Louise von �sterreich, die ihm einen Sohn schenkte: Napoleon II., K�nig von Rom.
Im Jahre 1812, die Feindschaft des Zaren Alexander des 1. bef�rchtend, fiel die gro�e Armee Napoleons in Ru�land ein.
Dieser blutige und katastrophale Feldzug l�utete das Erwachen Osteuropas ein, das nach einem Zusammenschlu� S�d- und Ostfrankreich besetzte. Paris wurde am 4. M�rz 1814 von den feindlichen Truppen eingenommen und ein paar Tage sp�ter war Napoleon gezwungen zugunsten seines Sohnes abzudanken, um schlie�lich, am 6. April 1814 , auf all seine Macht zu verzichten.
W�hrend seines erzwungenen Aufenthaltes auf der Insel Elba, dem l�cherlichen Rest seines Hoheitsgebietes, den ihm seine siegreichen Gegner gelassen hatten, mu�te er mit ansehen, wie die �sterreicher, Preu�en, Engl�nder und Russen w�hrend des Wiener Kongresses seine siegreichen Gegner sein gro�es Kaiserreich unter sich aufteilten.
Schlie�lich gelang ihm die Flucht aus der englischen Aufsicht und er kehrte im M�rz 1815 nach Frankreich zur�ck, wo er von den Liberalen - den Gegnern der Bourbonen - unterst�tzt eine zweite kurze Herrschaft antrat, die unter dem Namen "Herrschaft der hundert Tage" bekannt wurde. Dies bewirkte eine neue europ�ische Koalition, die zum Desaster von Waterloo und dem erneuten Abdanken des Kaisers am 22. Juni 1815 f�hrte.
Napoleon begab sich in englische H�nde und so wurde der Inselbewohner mit dem ungew�hnlichen Schicksal auf die abgelegene Insel St. Helena verbannt. Bis zu seinem Tode schwelgte er oft in Nostalgie von seiner Heimatinsel, wobei er betrauerte, zu sehr mit Kriegen und Eifers�chteleien besch�ftigt gewesen zu sein, um die gro�en Pl�ne, die er f�r sie erdacht hatte, in die Tat umzusetzen.
Ob wirkliche Absichten oder versp�tetes Bedauern, vielleicht wird die Geschichte es eines Tages erz�hlen. Aber die Bande zwischen Napoleon und Korsika sind heute unzerst�rbar und diejenigen, die die Taten des ber�hmten Mannes verurteilen, m�gen trotzdem den kleinen Jungen aus Ajaccio, der sich auf die bewaldeten H�gel der Stadt zur�ckzog, vielleicht ahnte er bereits etwas von seinem ungew�hnlichen Schicksal.
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