Paesi d'Ostriconi, Lama..

Eine neu aufgebaute Zukunft..

Eine Gasse aus dem Mittelalter


Dem Willen wegen baut Lama ihre Zukunft auf den Ruinen ihrer Geschichte auf. Die Zukunft Lamas wurde vielleicht an einem Tag von August 1971 entschieden.
An jenem Tag bereitet sich ein gewaltiger Brand dem Ostriconi-Tal entlang aus...

Die megalithische Epoche
Sie hat in der Ostriconi zahlreiche Spuren hinterlassen:
Menhire zwischen Lama und Urtaca, ein weiterer wurde auf dem Berg von Urtaca gemeldet, eine vorgeschichtliche Stätte im Gemeindekreis Pietralba "A Grotta di U Luru".

Höhepunkt und Sturz des römischen Reichs in der Ostriconi
Castelli (Schlösser), unter anderen der "Monte A Porretta" in Lama, der Burg von Lumigiana in Pietralba, kleinere Kapellen (San Lorenzu in Lama - unter Denkmalschutz, San Michele und Sante Maria in Pietralba, San Nicolao in Urtaca) sowie Santa Maria Assunta, die Mutterkapelle von Pieve, eine religiöse Organisation in der Nähe des Ostriconi-Strandes. Alle bezeugen von einer Epoche, in der sich eine religiöse und militärische Organisation aufbaute.

Raubzüge der Berberei führen die Einwohner dazu, sich in den Bergen zusammenzuschließen. Somit bildeten sie etwa 10 Dörfer in der Ostriconi, 4 davon sind heute verfallen.

Lama wurde auf einem Felsgrat am Fuße eines Wachturms "A Torra" erbaut. Die älteste Akte, die man je über das Dorf entdeckte, stammt aus 1206


Santa-Maria Assunta in Palasca
Die Bestimmung Lamas für die Öl-Erzeugung
Das Dorf findet seine Bestimmung anfangs des XVIIten Jahrhunderts. Genua trifft Maßnahmen, um Obstbau in Korsika, damals genuesische Kolonie, zu entwickeln.
Ab 1752 werden die Grundbesitzer dazu verpflichtet, jährlich Bäume unter folgenden "5 Sorten" einzupflanzen: "Kastanien-, Maulbeer-, Feigen- und Olivenbäume sowie Rebstöcke."

Für Lama ist der Weg vorgezeichnet: die Gegend ist mit wilden Olivenbäumen bedeckt. In 1607 wird der Befehl gegeben, diese zu veredeln. Über 3 Jahrhunterden wird Lama nach dem Rythmus der Olivenöl-Erzeugungsarbeiten leben.

Sein Olivenhain besteht aus 35000 Olivenbäumen, ein der größten Korsikas.

Man findet noch zahlreiche Olivenpressen [ "e fabriche" - mit Wasserantrieb in der Nähe des Flußes,  "i franghji" - mit Tieren], große Granitmahlsteine und im Stein behaute Tröge...

Der durch dieses ausgiebige und berühmte Öl entstandene Reichtum des Dorfes wird sich sowohl auf die Architektur als auch auf die Kultur auswirken .

Der architektonische Reiz von Lama besteht hauptsächlich in der Koexistenz und Harmonie von zwei verschiedenartigen Stilen:

zu dem mittelalterlichen Viertel mit den kleinen aneinander gepressten Häusern, engen Gassen und gewölbten Durchgängen kommt

die "Behauptungs"-Architektur der großen bürgerlichen Häuser hinzu, die im XVIIIten Jahrhundert von den gutbetuchten Ölerzeugern gebaut wurden.

Nach ihrer Rückkehr aus Italien, wo sie studiert haben, nehmen deren Kinder was sie in Rom, Florenz oder Venedig gesehen haben zum Vorbild: ein florentinischer Pavillon, wunderschöne italienische Gemälde mit Dichtern der italienischen Renaissance-Zeiten: Dante, l'Arioste, le Tasse..
Lama wird nach und nach, wie die anderen korsischen Dörfer auch, das Verschwinden seiner landwirtschaftlichen und ländlichen Strukturen erleben.

Das Blutvergießen beider Kriege wird den Niedergang bis zum Todesschlag am 27ten August 1971 beschleunigen.

An jenem Tag, in einem einzigen Nachmittag, vernichtet ein gewaltiger Brand, der sich am Ostriconi-Tal entlang ausbreitete, den gesamten Olivenhain. Die 35000 Olivenbäume werden niedergebrannt; das Dorf liegt im Sterben auf seiner Bergspitze.

Die Umstellung auf ländlichen Fremdenverkehr:
1989, den Planungsvertrag Staat-Region zur Unterstützung der geschlossenen Gründung von landlichen Unterkünften nutzend, stürzt sich die Gemeinde und beinahe alle ihrer Familien ins große Tourismus-Abenteuer .
Lama hat mehrere staatliche Auszeichnungen erhalten:
- "Village fleuri" (mit Blumen geschmücktes Dorf)
- Großer staatlischer Preis für touristische Innovationen in 1989
- Empfangs-"Bravos" in 1995
- Silbermedaille des Tourismus in 1996


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Praktische Infors mit dem Fremdenverkehrsamt

Credit Photos: OT Ostriconi

Wo übernachten in der Ostriconi ? Die Unterkünfte im Dorf Lama